


Standort Mühldorf
Notfallpflege
Pflege und Medizin – ein starkes Team
Eine Besonderheit unseres Notfallzentrums ist die enge organisatorische Zusammenarbeit von Medizin und Pflege. Beide Berufsgruppen arbeiten innerhalb einer gemeinsamen Abteilung mit kurzen Entscheidungswegen und klaren Verantwortlichkeiten Hand in Hand.
Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht schnelle Entscheidungen, optimal abgestimmte Behandlungsprozesse und eine hohe Versorgungsqualität – vom ersten Patientenkontakt bis zur weiteren Behandlung oder stationären Aufnahme.
Gemeinsam Zukunft gestalten
Die Anforderungen an die Notfallmedizin wachsen stetig. Deshalb entwickeln wir unser Notfallzentrum kontinuierlich weiter – fachlich, organisatorisch und technisch.
Wer in der Notfallpflege arbeitet, übernimmt Verantwortung, trifft wichtige Entscheidungen und wird Teil eines hochqualifizierten Teams, das sich täglich mit Leidenschaft für die Gesundheit unserer Patienten/-innen und Patienten einsetzt.
Notfallzentrum bedeutet für uns:
“Kompetenz, Menschlichkeit und Teamarbeit – jeden Tag, rund um die Uhr.”
Ihr Pflege-Team im Notfallzentrum in Mühldorf
Tobias Urban
Bereichsleitung
Fachpflegekraft Intensiv- und Anästhesie
Ibrahim Cakar
Stv. Bereichsleitung
Notfallpflege, ATCN, ATLS
Weiter Informationen zur Notfallpflege
Die Notfallpflege übernimmt im Notfallzentrum eine zentrale Rolle. Unsere speziell qualifizierten Pflegefachkräfte sind häufig die ersten Ansprechpartner für unsere Patientinnen und Patienten und tragen maßgeblich dazu bei, dass jeder Notfall richtig eingeschätzt und versorgt wird.
Zu den vielfältigen Aufgaben gehören unter anderem:
- Strukturierte Ersteinschätzung (ESI-Triage)
- Überwachung und Monitoring kritisch erkrankter Patienten
- Durchführung lebensrettender Sofortmaßnahmen
- Wundversorgung und Schmerztherapie
- Point-of-Care-Labordiagnostik
- Organisation und Koordination der Patientenströme
- Kommunikation mit Patienten, Angehörigen und allen beteiligten Berufsgruppen
- Enge Zusammenarbeit mit sämtlichen Fachabteilungen des Klinikums
„Innerhalb von 2 bis 10 Minuten entscheiden wir, wer sofort Hilfe braucht.“
Bereits nach der administrativen Aufnahme erfolgt die strukturierte Ersteinschätzung (Triage) durch speziell geschulte Pflegefachkräfte nach dem international anerkannten ESI-Triage-System. Dabei zählt ausschließlich die medizinische Dringlichkeit – nicht die Reihenfolge des Eintreffens.
Das Notfallzentrum verfügt über moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, darunter:
- Internistische Notfallversorgung inklusive Non-Trauma-Schockraum
- Chirurgische Notfälle mit Trauma-Schockraum
- Urologische Notfälle
- Akute Schmerztherapie
- Moderne Wundversorgung
- Notfallsonografie
- Labor- und bildgebende Diagnostik
- Interdisziplinäre Versorgung komplexer Krankheitsbilder
Durch die enge Zusammenarbeit mit Rettungsdienst, Integrierter Leitstelle, der Kassenärztlichen Bereitschaftspraxis sowie den niedergelassenen Haus- und Fachärzten gewährleisten wir eine schnelle und koordinierte Patientenversorgung.
Die Arbeit in der Zentralen Notaufnahme ist anspruchsvoll, abwechslungsreich und spannend.
Kein Tag gleicht dem anderen. Jeder Dienst bringt neue Herausforderungen, unterschiedlichste Krankheitsbilder und viele Möglichkeiten, fachlich sowie persönlich zu wachsen.
Unser Pflegeteam besteht derzeit aus 37 Mitarbeitenden, darunter Pflegefachkräfte, Medizinische Fachangestellte, Operationstechnische Assistenten und Altenpflege.
Für eine moderne und effiziente Patientenversorgung arbeiten wir mit innovativen digitalen Systemen:
- Medico als Krankenhausinformationssystem
- EPIAS zur Notaufnahmedokumentation
- NIDA zur digitalen Voranmeldung des Rettungsdienstes
- IVENA zur überregionalen Steuerung und Koordination von Notfallpatienten
- Sqior für Bettenbelegungsteuerung der Patienten im Krankenhaus
Diese Systeme unterstützen unser Team dabei, Informationen schnell verfügbar zu machen und Behandlungsabläufe optimal zu koordinieren.
- Fachweiterbildung Notfallpflege, ist eine zweijährige, berufsbegleitende Qualifikation für Pflegefachpersonen in zentralen Notaufnahmen. Sie umfasst wesentliche Bereiche wie die strukturierte Patientenersteinschätzung (Triage), das Überwachen von Notfallpatienten sowie das Krisen- und Schockraummanagement.
Zugang zu Hochschulen: Eine berufliche Weiterbildung kann in Kombination mit einer abgeschlossenen Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung in vielen Bundesländern den allgemeinen Hochschulzugang für ein Studium eröffnen (Studieren ohne Abitur)
- ATCN steht für Advanced Trauma Care for Nurses. Es ist ein standardisiertes, Ausbildungskonzept für diplomiertes Pflegepersonal in Notaufnahmen
- Emergency Severity Index (ESI) ist ein 5-stufiges System zur Ersteinschätzung in der Notaufnahme, dass Patienten nach Behandlungsdringlichkeit und erwartetem Ressourcenbedarf einteilt
- Praxisanleiter in der Pflege ist eine qualifizierte Pflegefachkraft, die Auszubildende und neue Mitarbeiter fachlich anleitet, als Bindeglied zur Pflegeschule dient und eine spezielle berufspädagogische Weiterbildung absolviert hat.
- ACLS-Kurs thematisiert das Atemwegsmanagement und die damit zusammenhängende Pharmakologie. Im ACLS-Kurs erfolgt die Wissensvermittlung in großen Gruppen, während fallbasierte Szenarien in kleinen Gruppen an Lernstationen und Prüfstationen geübt werden. Für den erfolgreichen Abschluss des Kurses muss der Kursteilnehmer die erworbenen Fertigkeiten an allen Lernstationen demonstrieren, Beutel-Masken-Beatmungs- und Megacode-Test sowie eine schriftliche Prüfung absolvieren. Für medizinische Fachkräfte, die ein leitender oder mitwirkender Funktion an der Behandlung eines Herz-Kreislauf-Stillstands und anderer kardiovaskulärer Notfälle beteiligt sind. Hierunter fallen Mitarbeiter im Rettungsdienst, in der Notaufnahme und auf Intensivstationen.
- Wundexperten in der Pflege sind spezialisierte Fachkräfte für die Behandlung von akuten und chronischen Wunden, die Behandlungspläne erstellen, Wundmaterialien auswählen und interdisziplinär mit Ärzten zusammenarbeiten. Die Weiterbildung zum Wundexperten ICW ist eine anerkannte Zusatzqualifikation für Pflegekräfte.
- Strahlenschutzkurs: Strahlenschutzkurs nach Röntgen- und Strahlenschutzverordnung (RöV & StrlSchV). Sie bieten eine Grundlage für den sicheren Umgang mit Strahlung.
- Studiengang Physician Assistant (Arztassistent) ist ein akademischer Gesundheitsberuf, der Ärztinnen und Ärzte in Kliniken und Praxen durch die Übernahme delegierbarer medizinischer und organisatorischer Aufgaben entlastet

