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Neuer Kollege im Einsatz: InnKlinikum nimmt Labor-Roboter in Betrieb

Künftig unterstützt ein Roboter das Team des Krankenhauslabors im InnKlinikum Mühldorf bei der Verarbeitung von Blutproben. Dabei übernimmt er zahlreiche Routineaufgaben – und tritt auch zur Nachtschicht an. So wird eine hochwertige Laborversorgung rund um die Uhr sichergestellt.

Er ist 1,40 Meter groß, arbeitet äußerst präzise und spricht bayerisch: der neue Roboter im Krankenhauslabor des InnKlinikum Mühldorf. Als sogenannter Cobot, also kollaborativer Roboter, unterstützt er das Laborteam bei der Vor- und Nachbereitung sowie beim Transport von Laborproben. Zum Einsatz kommt er auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten.

Neue Wege in der Zusammenarbeit 

Der neue Kollege geht Schritt für Schritt vor – und weiß ziemlich genau, was zu tun ist: Nachdem die Mitarbeitenden aus der Pflege die Blutproben in einen Trichter an der Schleuse des stationären Robotersystems gegeben haben, startet der automatisierte Prozess. Der Roboter sortiert die Röhrchen und überprüft die Füllmenge sowie den Barcode. Anschließend zentrifugiert er die Proben und stellt sie auf sogenannte Racks – Träger für die Probengefäße. Die mobile Robotereinheit transportiert diese dann zu den entsprechenden Analysegeräten, an denen unter anderem klinisch-chemische Untersuchungen, Blutbilder und Gerinnungsanalysen durchgeführt werden. Nach Abschluss der Untersuchungen holt das System das Material wieder ab.

Laborversorgung rund um die Uhr

Tagsüber arbeitet der Roboter Hand in Hand mit den Kolleginnen und Kollegen des Labors und nutzt dieselben Analysegeräte. Wenn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abends nach Hause gehen, beginnt für den neuen Kollegen die Nachtschicht: Dann führt er selbstständig die Logistik durch und verarbeitet die Blutproben außerhalb der regulären Arbeitszeiten. Das kommt auch den Patientinnen und Patienten des InnKlinikums zugute: Die automatisierten Abläufe ermöglichen eine zügige Bearbeitung der Blutproben, eine rasche Verfügbarkeit der Laborergebnisse und damit eine schnellstmögliche und hochqualitative Diagnostik.

„Der Roboter kommt bei uns sehr gut an. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, dass er die eher unterstützenden Aufgaben übernimmt und sie sich stärker den anspruchsvollen Tätigkeiten rund um Laboranalytik und Diagnostik sowie der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Blutprodukten widmen können“, sagt Harald Maier, Laborleiter am InnKlinikum Mühldorf und Altötting. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels helfe sein Einsatz dabei, eine hochwertige Laborversorgung rund um die Uhr sicherzustellen und das Team bei den Routinetätigkeiten zu entlasten. „Es ist eine Win-win-Situation“, so Maier.

Auch Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender des InnKlinikum, freut sich über die neue Technologie im Kliniklabor: „Mit dem Einsatz des Roboters gehen wir einen wichtigen Schritt, um die labormedizinische Versorgung zukunftsfähig zu gestalten. Eine leistungsfähige Labordiagnostik ist unverzichtbar für die Gesundheitsversorgung unserer Patientinnen und Patienten.“ 

Automatisierung mit bayerischem Charakter

Der neue Laborroboter ist ein AuxQ Mobile Lab Robotic des Herstellers AEM. Das System kombiniert zwei unterschiedliche Formen der Laborrobotik: eine stationäre mit einer mobilen Einheit. Das InnKlinikum Mühldorf ist eines der ersten Krankenhäuser in Bayern, das dieses Hybridsystem im Kliniklabor einsetzt.

Einen gewissen regionalen Bezug zeigt der neue Kollege übrigens auch beim Thema Kommunikation: Harald Maier hat den Roboter so programmiert, dass er bayerisch spricht. Steht ihm jemand im Weg, macht er freundlich, aber bestimmt auf sich aufmerksam: „Geh auf’d Seitn, herrgott.“