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Neubau am InnKlinikum Mühldorf auf der Zielgeraden

Neubau steht kurz vor dem Abschluss – erste Patienten sollen Ende August einziehen.

Insolvente Baufirmen, fehlerhafte Einbauten, verzögerte Lieferungen – der geplante Umzug in den Neubau des InnKlinikum Mühldorf musste mehrfach verschoben wer-den. Jetzt steht das Großprojekt kurz vor dem Abschluss – erste Patienten sollen Ende August einziehen.

Mühldorf, 30. Juni 2026 – Der Neubau am InnKlinikum Mühldorf befindet sich auf der Zielgeraden: Nach Abschluss der letzten Arbeiten ist die Übergabe des Gebäudes an das InnKlinikum als Bauherrn für Ende Juli geplant, im Anschluss folgt noch eine hygienische Abnahme. Danach werden die neuen Stationen und Funktionsbereiche mit medizinischer Ausstattung, Mobiliar und moderner IT-Technik im Neubau eingerichtet. Ziel ist es, bis Ende August die ersten Patientinnen und Patienten in den neuen Räumlichkeiten zu versorgen. Ursprünglich war ein Umzug bereits für Herbst 2025 geplant.

Insolvente Firmen und Lieferprobleme verzögern Umzug mehrfach

Der Weg bis zur Fertigstellung des neuen Klinikgebäudes war von zahlreichen Unwägbarkeiten geprägt: Lieferengpässe, Nichtleistungen sowie Insolvenzen dreier ausführender Baufirmen stellten die Beteiligten vor große Herausforderungen und machten eine laufende Anpassung der Bauabläufe erforderlich. Aufgrund der Ausfälle aufeinander aufbauender Gewerke ergaben sich teils lange Leerphasen, bis ein neuer Handwerksbetrieb den Ausfall kompensieren und die Arbeit wiederaufnehmen konnte.

Herausfordernd gestaltete sich in diesem Zusammenhang insbesondere die EU-weite Ausschreibung von Baugewerken – 80 Prozent des Neubaus waren von dieser gesetzlichen Regelung betroffen. Dadurch bekamen teils weit entfernte Firmen den Zuschlag, mit gravierenden Folgen für den Bau: kurzfristige Abstimmungen, Übergabetermine oder Nachbesserungen gestalteten sich in Einzelfällen schwierig.

Regionales Handwerk als tragende Säule

Umso größer ist die Freude, dass sich das Projekt nun in der finalen Phase befindet und der Umzug in greifbare Nähe rückt. Möglich gewesen wäre das nicht ohne regionale Handwerksbetriebe, die insolvente Firmen ersetzt und für weggebrochene Gewerke eingesprungen sind. „Wir bedanken uns ganz besonders bei unseren regionalen Handwerksbetrieben“, betont Klinikleiter Stefan Blanke. Diese hätten mit ihrem großen Engagement vor Ort in den vergangenen Monaten maßgeblich dazu beigetragen, die Arbeiten zuverlässig zum Abschluss zu bringen.

Mit dem Neubau entsteht ein hochmodernes Krankenhausgebäude, das optimale Voraussetzungen für eine zeitgemäße Patientenversorgung bietet: helle, klimatisierte Räume, kurze Wege und eine moderne technische Ausstattung schaffen sowohl für Patientinnen und Patienten als auch für die Mitarbeitenden ein zukunftsfähiges Umfeld, das gerade in Hitzeperioden dringender denn je gebraucht wird.

Vorstandsvorsitzender Thomas Ewald blickt daher der Inbetriebnahme mit großer Vorfreude entgegen: „Als Bauherr waren wir in den vergangenen Monaten mit zahlreichen Hürden konfrontiert, trotzdem steht für mich jetzt der Endspurt im Fokus: Unsere Patientinnen und Patienten profitieren künftig von den modernen und klimatisierten Räumlichkeiten, für unsere Mitarbeitenden entstehen attraktive Arbeitsplätze“. Die letzten Arbeiten müssten nun zügig und qualitätsgesichert fertiggestellt werden.

Auch Landrat Max Heimerl sehnt das Ende der Großbaustelle herbei: „Die lange Verzögerung ist für alle Beteiligten ein Ärgernis. Leider haben gleich mehrere Faktoren die Planungen des InnKlinikums durchkreuzt. Das Ziel war jedoch immer, das Gebäude so schnell wie möglich in Betrieb zu nehmen – vorausgesetzt, dass alle beauftragten Leistungen ordnungsgemäß erbracht sind und der Neubau zu 100 Prozent den technischen und hygienischen Anforderungen entspricht. Im Interesse der Patientinnen und Patienten sowie des medizinischen Personals kann es daher keine frühere Abnahme und Inbetriebnahme geben.“

Neubau am Standort Mühldorf

Erste Patienten sollen Ende August den Neubau am InnKlinikum Mühldorf beziehen. Der neue Haupteingang ist dann über die Ahamerstrasse erreichbar.