Langjähriger Chefarzt kehrt ans InnKlinikum zurück
Altötting, 29.01.2026: Um ein Labor betreiben zu dürfen, braucht es zwingend einen ärztlichen Laborleiter. Mediziner mit dieser besonderen Zusatzqualifikation sind sehr rar. Das InnKlinikum greift deshalb auf einenMann mit dieser Expertise zurück, der dem Haus seit Jahrzehnten verbunden ist: Der ehemalige Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Konrad Hahn, hat diese Aufgabe vom bisherigen ärztlichen Laborleiter Dr. WolfgangRupp übernommen.
Herr Dr. Hahn, Sie haben viele Jahre die Innere Medizin im Krankenhaus Altötting geleitet, wie sind Sie zur Labormedizin gekommen?
Ich habe noch die generalistische Medizinerausbildung absolviert, in welcher der Schwerpunkt Labor- und Speziallabor beinhaltet war. Dieser Bereich hat mich seit jeher interessiert und ich durfte für meine Promotionsarbeit im Sonderforschungsbereich „Labor“ zum Hormonstoffwechsel forschen. Mein Studium habe ich dann auch mit Summa cum laude abgeschlossen und bin seither diesem Gebiet immer treu geblieben. Vor vielen Jahren habe ich mit unserem technischen Laborleiter Harald Maier das Labor in Altötting aufgebaut.
Was sind Ihre Hauptaufgaben als ärztlicher Laborleiter?
Hauptaufgaben sind die interne und externe Qualitätskontrolle, das heißt die Überprüfung und Sicherstellung von Qualitätsstandards (SOPs), Befundkontrollen, Einhaltung von Leitlinien etc. Ich bin Mitglied der Laborkommission, Schnittstelle zu anderen Fachabteilungen und Ansprechperson für alle ärztlichen Belange rund um das Labor. Darüber hinaus spielt für mich das magische Dreieck aus Leistung, Kosten und Erlösen eine wichtige Rolle in meiner Arbeit, konkret: Welche Leistung erbringen wir und wie erlösen wir das Ganze? Immer in Abhängigkeit von der Qualität, die immer an erster Stelle steht.
Wo sehen Sie Ihre persönlichen Schwerpunkte?
Das InnKlinikum kann sich glücklich schätzen, ein eigenes, hochinnovatives Labor mit einem breiten Leistungsspektrum im Haus zu haben. Viele Kliniken haben kein eigenes Labor mehr und müssen auf teure Fremdanbieter zurückgreifen. Mein Schwerpunkt wird es also sein, dass alles, was man vor Ort in unserem Labor mit derselben Qualität machen kann wie extern, auch vor Ort bei uns gemacht wird. Das hauseigene Labor hat Priorität, Fremdlabore kommen immer erst als zweite Lösung in Betracht.
An welchen Standorten werden Sie tätig sein?
Ich bin für das gesamte Labor zuständig und werde deshalb sowohl in Mühldorf als auch in Altötting nach Bedarf vor Ort sein.
Warum haben Sie sich noch einmal für das InnKlinikum entschieden?
Fast 40 Jahre Betriebszugehörigkeit und 24 Jahre Chefarzttätigkeit sprechen für sich; als langjähriges Mitglied im Förderverein unterstütze ich das Klinikum seit langer Zeit. Als ich von Herrn Dr. Richter und Herrn Prostmeier angesprochen wurde, ob ich für die Position als ärztlicher Laborleiter zur Verfügung stünde, habe ich deshalb gerne ja gesagt – es ist auch kein Vollzeitjob, es bleibt also trotzdem noch Zeit für meinen Ruhestand.
Worauf freuen Sie sich an Ihrer neuen Aufgabe am meisten?
Wir haben mit Harald Maier als technischen Leiter einen absoluten Profi im Haus, der bereits seit langem ein enger Verbündeter von mir ist. Er genießt überregional ein großes Ansehen in der Laborszene und ist ein hoch innovativer Geist. Ich freue mich sehr, gemeinsam mit ihm aktuelle und künftige Projekte voranzutreiben, beispielsweise beim großen Thema Fachkräftemangel, der im Bereich der MTA/MTL bereits stark ausgeprägt ist und uns vor wachsende Herausforderungen stellen wird. Hier gilt es, junge Menschen für ein Praktikum und den Beruf zu begeistern und innovative Wege zu beschreiten, wie man künftig das Labor auch vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels qualitativ hochwertig und sicher betreiben kann. Auch auf den Austausch mit dem ärztlichen Kollegium freue ich mich sehr – denn das Labor ist ein sehr wichtiger Baustein in der Diagnostik von Krankheitsbildern, am wichtigsten ist aber immer noch eine sorgfältige Anamnese. Hierfür möchte ich mich besonders einsetzen.
Zur Person
Dr. Konrad Hahn war 24 Jahre lang als Chefarzt der Inneren Medizin am Krankenhaus Altötting tätig und hat gemeinsam mit dem technischen Laborleiter Herrn Harald Maier ein starkes Labor in Altötting aufgebaut. Der Internist ist verheiratet und hat einen Sohn sowie einen Enkel, mit dem er gerne seine Freizeit verbringt. Als großer Fan der österreichischen Gastro- und Kulturszene ist er häufig in seiner zweiten Wahlheimat Österreich/Salzburg unterwegs und genießt dort Kunst, Kulinarik und die Berge.


