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Chefarzt BurghausenPriv.-Doz. Dr. med. Michael Dolch

Standort Burghausen

Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Die Abteilung für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie betreut jährlich über 12.000 Patientinnen und Patienten, die sich am InnKlinikum an den Standorten Altötting und Burghausen einer Operation bzw. einer diagnostischen oder interventionellen Untersuchung in Narkose oder in Sedierung unterziehen müssen. Insgesamt versorgen wir derzeit Patientinnen und Patienten in 9 Operationssälen, zwei Aufwachräumen sowie einer interventionellen Radiologie. Dabei umfasst unser Fachbereich neben der Anästhesie (Narkose), die intensivmedizinische Betreuung der Patientinnen und Patienten auf der anästhesiologisch geführten, operativen Intensivtherapiestation mit 12 Betten sowie der chirurgischen Patientinnen und Patienten auf der angrenzenden Intermediate Care Station. Wir beteiligen uns aktiv an der Schockraumversorgung der Klinik und stellen das klinikinterne Reanimationsteam. Zudem sind wir in der Schmerztherapie rund um die Uhr ärztlich tätig.

Unsere Betreuung beginnt bereits vor der geplanten Operation bzw. Intervention in unserer Prämedikationsambulanz. Im Rahmen eines Anamnese- und Aufklärungsgesprächs findet eine Risikobeurteilung mit Festlegung ggf. erforderlicher Voruntersuchungen statt. Gemeinsam mit dem Patienten besprechen und entscheiden wir, welches das sicherste und sinnvollste Narkoseverfahren für den geplanten Eingriff ist. Wir bieten alle modernen Formen der Allgemein- und Regionalanästhesie an.

Ziel unseres Teams aus Ärzten und Pflegekräften ist es, den Patientinnen und Patienten aller Fachabteilungen eine individuelle Versorgung vom Neugeborenen bis zu den Hochbetagten anzubieten. Im Anschluss an die Narkose folgt eine Nachbeobachtungsphase in unseren Aufwachräumen, während der wir uns um die weitere Stabilisierung der Vitalfunktionen sowie die postoperative Schmerztherapie kümmern, bis eine Rückverlegung auf die Allgemeinstation möglich ist.

Ihr Team der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Dolch
Chefarzt Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie
InnKlinikum Altötting und Burghausen

Leistungsspektrum

Viele Menschen entwickeln Zweifel und Ängste in Gedanken an eine anstehende Narkose. Wir sind für Sie da - Ihre Sicherheit und Ihr Wohlbefinden stehen im Zentrum unserer Tätigkeit. 

Ob beim Prämedikationsgespräch, der Narkose im OP oder im Aufwachraum, es erwartet Sie ein hochkompetentes Team aus Ärzten und Pflegekräften. Wir setzen täglich alle gängigen Anästhesieverfahren unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis um. Das für Sie und den vorgesehenen Eingriff geeignetste Anästhesieverfahren wird von Ihnen gemeinsam mit dem Anästhesisten bei Ihrem Prämedikationsgespräch ausgewählt. Zur Auswahl stehen hier im Wesentlichen die Allgemeinanästhesie mit vollständiger Ausschaltung des Bewusstseins, eine Regionalanästhesie mit erhaltenem Bewusstsein oder eine Kombinationsanästhesie, bei der beide Verfahren kombiniert durchgeführt werden. In bestimmten Fällen können auch diagnostische und interventionelle Eingriffe in Lokalanästhesie mit oder ohne Gabe von Schmerz- und Beruhigungsmitteln durchgeführt werden.

Die Abteilung für Anästhesie betreut Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen und mit einer großen Vielfalt an Grund- und Begleiterkrankungen. Vom Neugeborenen bis hin zur hochbetagten Patientin oder zum hochbetagten Patienten begleiten wir Sie mit auf Sie abgestimmten Therapiekonzepten, um zu jedem Zeitpunkt Ihre Sicherheit, Schmerz- und Angstfreiheit zu gewährleisten.

Anästhesie bei Kindern
Für Kinder und Eltern ist ein Krankenhausaufenthalt stets ein besonderes Ereignis. Sowohl die Narkosevorbereitung hinsichtlich der präoperativen Nüchternheit, als auch die postoperative Nachbetreuung und Schmerztherapie, wird von unserer Abteilung gemeinsam mit den Kinderärzten geplant und durchgeführt. Zur Reduktion von Stress und Angst erhalten die Kinder eine auf sie abgestimmte Medikation und werden von den Eltern bis zur OP-Schleuse begleitet.

Anästhesie bei hochbetagten Patienten
Hochbetagte Patientinnen und Patienten benötigen auf Ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmte Behandlungskonzepte. Dazu gehören eine dem Alter und den Vorerkrankungen entsprechende Auswahl des Narkoseverfahrens. Es erfolgt eine enge Anbindung an den postoperativen Akutschmerzdienst. Dies ermöglicht eine frühzeitige, postoperative Mobilisation.

Neben dem Akutschmerzdienst sind wir auf die Behandlung von chronischen Schmerzen spezialisiert. Wir führen bei unseren Patientinnen und Patienten mit postoperativ fortgesetzten regionalen oder systemischen Anlagesieverfahren eine tägliche Schmerzvisite durch, in welcher die Qualität der Schmerzfreiheit und die Fortsetzung des Verfahrens regelmäßig überprüft werden. Darüber hinaus betreuen wir mit unserem Schmerzteam konsiliarisch Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen. Zur bestmöglichen Schmerztherapie ist unser Schmerzteam fester Bestandteil in der palliativmedizinischen Versorgung. 

Wir kümmern uns um alle lebensbedrohlichen Notfälle, die im InnKlinikum auftreten. Hierfür steht rund um die Uhr ein Notfallteam aus Ärzten und Pflegkräften zur Verfügung, welches binnen kürzester Zeit an jedem Ort der Klinik die optimale Versorgung gewährleistet. Wir sind Teil des Schockraumteams in der interdisziplinären Notaufnahme, wo wir bei Schwerstverletzten oder schwer Erkrankten die Sicherung der Vitalfunktionen gewährleisten. Die Ärzte der Abteilung nehmen des Weiteren am Notarztdienst des Landkreises teil.

Keine medizinische Behandlung ist frei von Risiken. Während einer Narkose kommt es jedoch sehr selten zu ernsthaften Komplikationen. Sie als Patientin oder Patient können dazu beitragen, Zwischenfälle zu vermeiden und damit die Sicherheit während Ihrer Operation zu erhöhen.

Sie müssen vor Ihrer geplanten Narkose nüchtern sein, das heißt eine Nahrungskarenz von 6 Stunden vor dem geplanten Eingriff einhalten. Bitte verzichten Sie auch auf das Kauen von Kaugummi oder Bonbons. Bis 2 Stunden vor der Narkose dürfen Sie klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee) zu sich nehmen (keinen Kaffee). Für Kinder gelten andere Nüchternheitsgebote. Die Nüchternheit ist von entscheidender Bedeutung. Während der Narkose kommt es zum Erliegen des Hustenreflexes. Es kann so passieren, dass saurer Mageninhalt über die Luftröhre in die Lunge gelangt und eine Lungenentzündung hervorruft. Nach sechs Stunden ist die Verdauung so weit fortgeschritten, dass dieses Risiko minimiert werden kann.

Das Rauchen ist ebenfalls am Tag der Narkose nicht mehr erlaubt. Es ist jedoch sinnvoll, bereits 48 Stunden vor dem Eingriff gänzlich auf das Rauchen zu verzichten. Sollten Sie kardiopulmonale Erkrankungen haben, empfiehlt es sich sogar, das Rauchen für mindestens 3 Wochen einzustellen.

Individuell kann es zu Abweichungen kommen, die im Prämedikationsgespräch jedoch mit Ihnen besprochen werden. Darüber hinaus erklären wir Ihnen im Vorfeld die Einnahme Ihrer Medikamente. Schmuck, Piercings, Brille und Hörgeräte lassen Sie bitte auf der Station. Sollte sich im Vorfeld Ihrer Narkose Ihr Gesundheitszustand ändern, bitten wir Sie uns umgehend zu informieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Ist es möglich den Eingriff ambulant durchführen zu lassen, achten Sie bitte darauf, dass Ihr Heimtransport durch eine betreuende Person organisiert ist und Sie für 24 Stunden nach der Narkose in Ihrem Haushalt beaufsichtigt werden müssen. Sie sind in dieser Zeit weder geschäftsfähig noch dürfen Sie aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Kann es passieren, dass ich nach der Narkose nicht mehr aufwache?

Durch modernste Medizintechnik, die es uns erlaubt Ihre Organfunktionen während der Narkose genauestens zu überwachen, ist das Risiko in der heutigen Zeit äußerst gering. Zudem tragen sichere und schnell wirksame Medikamente dazu bei, das Risiko für Komplikationen zu minimieren.

Nicht unterschätzen darf man hingegen die Gefahr eines sogenannten „postoperativen Delirs“. Dieser Verwirrtheitszustand tritt nicht selten nach größeren- und Notfalleingriffen insbesondere bei betagten Patientinnen und Patienten auf und lässt sich präventiv nur wenig beeinflussen. Die Ursachen sind multifaktoriell. In dem Wissen um dieses Erkrankungsbild, liegt unser besonderes Augenmerk auf der perioperativen Prävention dieser Erkrankung vor allem bei älteren Patienten.  


Kann es passieren, dass ich während der Operation aufwache?

Das Risiko während der Operation aus der Narkose zu erwachen wird im Fachjargon als „Awareness“ bezeichnet und ist insgesamt ein seltenes Ereignis. Nichtsdestotrotz kann es mit einer Häufigkeit von etwa 1-2 Fällen pro 1000 Narkosen zu einer intraoperativen Wachheit kommen. Durch spezielle Überwachungsgeräte und ein erfahrenes Team bringen wir Sie sicher durch Ihre Narkose.


Ist mir nach der Operation übel?

Übelkeit und Erbrechen ist nach einer Operation in Allgemeinanästhesie ein relativ häufiges Ereignis. Man weiß, dass etwa 20-30 % der betroffenen Patientinnen und Patienten darunter leiden. Dahingegen ist das Risiko bei einer Regionalanästhesie deutlich geringer.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die das Auftreten begünstigen. Aus diesem Grund achten wir während der Narkose darauf, Ihr Risiko so gering wie möglich zu halten und gegebenenfalls medikamentös gegen zu steuern. Unser Ziel ist es, die postoperative Phase für Sie so angenehm wie möglich zu gestalten.


Habe ich nach der Operation Schmerzen?

Häufigkeit und Ausmaß von Schmerzen nach einer Operation sind abhängig vom Eingriff und werden nicht selten individuell verschieden wahrgenommen. Bereits während der Narkose erhalten sie Medikamente, die Ihre Schmerzen nach dem Aufwachen erträglich machen. Im Aufwachraum bekommen Sie eine auf Sie abgestimmte Schmerztherapie und werden ggf. an den Akutschmerzdienst angebunden. Dieser betreut Sie in den folgenden postoperativen Tagen.  

Das Ärzteteam

Handchirurgie Burghausen

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